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Persönliches

WENN DIR AUF EINMAL ALLES ZUVIEL WIRD….

Wenn Dir auf einmal alles zuviel wird und Du das Gefühl hast, Du stehst auf der Stelle, dann solltest Du einfach mal in Dich kehren und irgendwas anders machen. Es ist schon ein zeitlang so, dass ich das Gefühl habe, auf der Stelle zu stehen und immer kommt irgendwas Neues dazu. Deshalb ist es einfach an der Zeit gewesen, etwas zu tun.

Meine Lieben, ich habe vor einer Weile eine Mutter-Kind-Kur beantragt, weil ich mich so ausgebrannt fühle. In den letzten 2 bzw. 3 Jahren ist soviel passiert, was ich überhaupt nicht verarbeiten  konnte. Ich habe mich wirklich verkrochen, konnte irgendwann mit niemanden mehr reden, weil ich versuchen wollte, es selber zu lösen. Ja und dann habe ich diese Kur beantragt. Im November 2013 war ich mit unserer Jüngsten schwanger und habe dort eine Kur angetreten, welche ich aufgrund einer Viruserkrankung in der Klinik zum Wohle der ungeborenen Maus nach 1 Woche abbrechen musste. Damals hat man mir telefonisch von meiner Krankenkasse zugesichert, dass ich diese auf jeden Fall nachholen darf. Von der Klinik kam die Empfehlung, dass ich diese unbedingt nachholen sollte, da man mir damals nicht dementsprechend helfen konnte.

Und was ist nun? Die Krankenkasse hat die Kur abgelehnt. Natürlich gebe ich nicht auf und habe direkt Widerspruch eingelegt. Und jetzt warte ich seit Wochen auf eine Antwort. Es zermürbt mich einfach! Der Witz war auch als ich den Antrag mit meinem Hausarzt gestellt habe. Seine Worte: “Die bekommen wir eh nicht durch!” Was ist das für eine Einstellung? Sag mir mal einer, wie man so etwas sagen kann, anstatt dem Patienten Mut zu machen und sagen: “Das boxen wir schon durch!” So hätte es mein vorheriger Hausarzt angegangen. Leider ist er verstorben, denn sonst wäre ich noch immer bei ihm. Er kannte mich einfach, er wusste genau, was nötig war! Er kannte mich so genau, weil ich vor den Kindern schon bei ihm gearbeitet habe. Aber nicht nur deswegen, er war einer vom alten Schlag, der auf seine Patienten einging und sich die nötige Zeit genommen hat. Heute sehen sie scheinbar nicht mehr den Menschen, den Patienten. Und so scheint es auch mal wieder bei meiner Krankenkasse zu sein und ich bin echt gewillt, über einen Wechsel nachzudenken. Aber jetzt werde ich noch um mein Recht kämpfen!

Zu all dem kam natürlich auch noch der Wunsch, endlich wieder in meinem Beruf zu arbeiten. Sophia geht seit April in den Kindergarten und fühlt sich dort pudelwohl. Der Wunsch zu arbeiten, schwirrt schon sehr lange in meinem Kopf, denn ich bin eigentlich ein lebensfroher Mensch, der in seinem Beruf aufgeht. Naja, dennoch ist es nicht so einfach, die passende Stelle zu finden, denn viele suchen eine Arzthelferin für eine Vollzeit- oder Teilzeitstelle. Dies ist natürlich bei mir nicht machbar, zumindest nicht eine Vollzeitstelle. Also fleißig Bewerbungen geschrieben, einige antworten gar nicht, andere lassen sich unheimlich Zeit. Ich verstehe es ja auch, dass sie abwegen müssen, denn schließlich können meine Kinder auch einmal krank werden und dass dann die Angst besteht, dass ich morgens anrufe und sage, ich kann nicht kommen, kann ich auch nachvollziehen. Aber auch hier frage ich mich, wo ist das Zwischenmenschliche hin? Vielleicht einfach mal fragen, wie es in diesem Falle geregelt wäre. Man kann doch über alles reden, aber in der heutigen Gesellschaft scheinen viele Menschen diesem aus dem Wege zu gehen.

Naja, auf jeden Fall kam dann vor einiger Zeit bei mir auch der Gedanke, was machst Du da eigentlich? Dein Blog, Du beantragst eine Kur und Du willst arbeiten? Das passt nicht und funktioniert einfach nicht. Also werde ich jetzt wirklich einen Schritt nach dem anderen machen, damit es mir wieder besser geht und der 1. Schritt ist definitiv eine Kur.

Und bei der Umsetzung meines Plans kommt immer irgendwas dazwischen. Jeder möchte und verlangt etwas von Dir. Es wird soviel erwartet und versuchst Du, Dein Verhalten zu erklären, bekommt man nicht einmal eine Antwort. Ich kenne meine Grenzen und wenn ich sage, “Stop, das geht so nicht!”, dann sollte man es doch bitte akzeptieren und nicht beleidigt sein. Und ich werde nun anfangen, stop zu sagen, ich muss es und glaubt mir, ich werde so manches Mal ein schlechtes Gefühl haben, denn eigentlich bin das nicht ich!

Und das habe ich vorgestern getan, denn ich habe meinen Privataccount auf Facebook erst einmal deaktiviert, damit ich wieder zu mir selber finde. Ich etwas zur Ruhe kommen und wieder einen klareren Kopf bekomme. Ich mich wieder auf das, was mir wichtig ist, konzentrieren kann. Denn…..

Und genau das ist der Punkt! Es mag egoistisch klingen, aber es ist so und nur wenn es mir gut geht, geht es auch meiner Familie gut. Ich bin so ausgebrannt und ich benötige die für mich eingeforderte Ruhe jetzt! Ich möchte wieder herzhaft lachen können, mich wieder über Dinge freuen – ich möchte wieder ich sein!

Also, alle, die mit mir auf Facebook befreundet sind – nein, ich habe Euch nicht gelöscht, ich habe nur für mich selber ein Puzzlestein gelegt, meinen Account deaktiviert! Und sobald für mich alles wieder so ist, wie ich es mir wünsche, werde ich diesen Account auch sicherlich wieder aktivieren. Meine Facebookseite bleibt, denn dafür habe ich schon gesorgt, dass ich Euch mit meinen zahlreichen Berichten weiterhin versorgen kann! 🙂

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne Woche,

Sabine

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